Archiv für November 23, 2010
Spielentwicklung leicht gemacht- mit Unity
3Mit dem Script-Baukasten und der grafischen Benutzeroberfläche von Unity wird es für den versierten Anwender leicht, eigene Spiele am PC zu entwickeln.
Welcher Computerspieler und welche Spielerin kennt nicht das Gefühl: Nach dem Abspann des letzten durchgezockten Titels macht sich so eine Leere breit. Der Release für den nächsten Wunschtitel liegt noch in weiter Ferne und der letzte “Blockbuster” war mal wieder mehr enttäuschender Mainstream, als das Spiel des Jahrhunderts. Und wer möchte nichtmal hinter die Kulissen des Spieleproduktionsprozesses schauen oder gar mal selbst ein paar Programmierzeilen schreiben?
Waren fertige Spieleengines vor ein paar Jahren noch wenig leistungsfähig oder extrem teuer und kompliziert, so schickt sich mit der Spielentwicklungssoftware “Unity” eine Firma aus San Francisco an, die Entwicklung von Computerspielen zu revolutionieren.
“Spiele sind zu kompliziert, für gute Spiele braucht man mind. 100 Leute und 2 Millionen Euro Budget.” waren lange Zeit gültige Aussagen. Jeder, der in seiner Freizeit mal versucht hat in der Programmiersprache seines Vertrauens eine eigne Engine oder gar ein ganzes Spiel zu programmieren, kennt vielleicht das Gefühl, nur in Millimeter-Schritten voran zu kommen.
Mit der zunehmenden Kommerzialisierung einer ehemals freien und sehr kreativen Medienkultur haben sich auch die Relationen und die Denkweisen verschoben. Viele kommerzielle Spiele bedienen nur noch den Mainstream und vernachlässigen viele gesellschaftskritische oder künstlerische Aspekte. Im schlimmsten Falle wird nur ein Abklatsch eines bereits bewährten Spielprinzips vom Fließband aus “produziert” oder eine vierte, fünfte Verlängerung von ehemals innovativen Titeln geklont.
Mit “Unity” kann nun jeder Spieler vom Wohnzimmer aus zum Spieleproduzenten werden. Es ist erstaunlich, wie groß der Funktionsumfang ist und wieviele Möglichkeiten man mit einem einfachen Mausklick bekommt. Das beste aber ist: Die Basisversion von Unity ist komplett kostenlos. Vergleicht man die Features mit der 1.500 Dollar teuren “Pro” Version, so kann sich die Gratisversion durchaus sehen lassen.
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